Prävention gegen den Schadenfall

Der betriebswirtschaftliche Ausschuss des FFI e.V. informiert sich über Haftungsmanagement.

Die Fehlerquote in Unternehmen der deutschen Faltschachtelindustrie ten­diert gegen Null. Ein einwandfreies Risiko- und Qualitätsmanagement sichert nach­haltig fehlerfreie Ergebnisse. Aber: was, wenn doch einmal ein In­stru­ment ver­sagt? Oliver Schaeben, Gründer und Geschäftsführer der mediasecur Beratungs­gesellschaft mbH, erläuterte vor dem betriebs­wirt­schaftlichen Aus­schuss (BWA) des FFI e.V. das Haftungsmanagementsystem der mediasecur.

Die Reklamation eines fehlerhaften Druckerzeugnisses löst einen Prozess aus, im Rahmen dessen sich neben der Suche nach der Fehlerursache die Frage stellt, ob es sich bei der Lieferung um eine mangelhafte oder schadhafte Produktion handelt – letztere kann schnell Kosten im siebenstelligen Bereich ver­ursachen. Wohl dem Unternehmen, das in einem solchen Fall nicht nur eine Ver­sicherung, sondern auch präventiv dafür gesorgt hat, dass selbige zahlt.

Dies ist nicht immer selbstverständlich, erklärte Oliver Schaeben den interessierten Zu­hörern. Eine ganze Reihe von Faktoren, Klauseln in kundenseitigen Verträgen, deckungs­schädliche Aussagen oder auch Lücken in der Dokumentation entlang des Qualitätsmanagements liefern einer Versicherung unter Umständen eine ganze Reihe von Gründen, die Schadensregulierung zu verweigern.

„Allein, wenn sich in einer Qualitätssicherungsvereinbarung von Kunden die Worte ,Garantie’ oder ,garantiert’ finden, wird die Versicherung eine Zahlung verweigern können“, so Schaeben. „Garantien sind nämlich grundsätzlich nicht versichert.“ Nicht nur dieser Aspekt in kundenseitigen Verträgen ließ die Mitglieder des BWA aufhorchen. Interessant wurden die Ausführungen des mediasecur-Geschäftsführers auch, als es darum ging, dass sich Verträge, die der Kunde zur Grundlage der Auftragsvergabe macht, ohne weiteres verhandeln und damit an firmenspezifische Belange des Faltschachtelunternehmens anpassen lassen.

„Es ist ein Irrtum, wenn es heißt: Entweder wir unterschreiben, oder wir be­kommen den Auftrag nicht!“, stellte der Haftungsexperte fest. „In der Tat haben wir bereits erfolgreich mit den Juristen der mediasecur Änderungen, auch in Bedingungen von industriellen Großkunden, durchgesetzt.“

Dahinter steckt laut Oliver Schaeben das Interesse der Kunden, dass für den un­wahr­scheinlichen Fall einer fehlerhaften Produktion die Versicherung des Lieferanten auch zahlt. „Es nutzt dem Kunden des Faltschachtelbetriebs nichts, wenn im Schadens­fall die Versicherung die Deckung verweigert. Im Zweifel kann das für den Faltschachtel­hersteller die Insolvenz bedeuten – und der Kunde muss für den entstan­denen Schaden aufkommen.“ Änderungsvorschläge, die industrielle Großkunden in ihren Verträgen durch ihre Lieferanten akzeptieren, bleiben dort erfahrungsgemäß langfristig im Bestand.

Ab Dezember 2015 ist mediasecur mit Vorträgen zum Haftungsmanagement Partner von Ricoh auf deren Roadshow „digitaldrucktrifft…“. Interessenten zum Thema finden die entsprechenden Termine auf der Ricoh-Homepage oder unter www.mediasecur.de.

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ÜBER DEN FACHVERBAND FALTSCHACHTEL-INDUSTRIE E.V. (FFI)

    Der FFI – Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. – vertritt seit 1948 die Interessen von knapp 90 Unternehmen dieses Industriezweigs, der jährlich ca. 840.000 Tonnen Faltschachteln produziert, was einem Produktionswert von rund 1,9 Mrd. Euro entspricht. Die FFI Mitglieder repräsentieren dabei rund 75 % des Branchenumsatzes. Die Faltschachtelbranche beschäftigt ca. 9.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vielfältigen Berufsbildern. Branchenspezifische Berufe wie Verpackungsingenieur, Drucker, Packmitteltechnologe, Verpackungsentwickler oder Mediengestalter gehören ebenso dazu wie kaufmännische, technische und logistische Berufe. Traditionell zeigt sich die Industrie mit derzeit rund 700 Auszubildenden zukunftsorientiert und verantwortungsbewusst.

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