Know-How-Transfer

SDI referiert für den FFI

Der Arbeitskreis „Klein aber Fein“ im Fachverband der Faltschachtel-Industrie e.V. würzt seine Treffen regelmäßig durch die Vorträge externer Branchenkenner. Zu seinem jüngsten Termin am 9. Oktober 2016 hatte der Kreis den SDI-Experten Hilmar Welpelo eingeladen, der sich mit dem Thema „Nachfolgeregelung für die grafische Industrie“ auseinander setzt.

Es ist eine beeindruckende Zahl: über 27.000 Unternehmen sind in Deutschland übernahmereif. Hier werden Nachfolger in der Geschäftsführung gesucht, die sich nicht immer aus der Familie des Unternehmers rekrutieren lassen. Im Zusammenhang mit der grafischen Industrie setzt sich Hilmar Welpelo für die Solidargemeinschaft Druck e.V. mit dieser Herausforderung auseinander. „Es sind vor allen Dingen zwei Kardinalfehler die branchenübergreifend in der Sache gemacht werden“, erklärt der Berater. „Zum einen machen die Übergeber in den Betrieben den Zeitpunkt des Wechsels häufig an ihrem Lebensalter fest. Ein Parameter, das an dieser Stelle überhaupt keine Rolle spielen darf. Zum anderen erlebe ich es immer wieder, dass sich alle Parteien viel zu spät diesem Thema widmen. Eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge lässt sich nicht in einigen Monaten abwickeln. Ein realistischer Zeitraum liegt in der Größenordnung von fünf bis sieben Jahren.“
Neben den wirtschaftlichen und psychologischen Aspekten des Prozesses erläuterte Welpelo den Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern aus acht Unternehmen der Faltschachtel-Industrie auch die Alternativen zur Nachfolge aus der eigenen Familie. „Gängig ist zum Beispiel das Management-Buy-Out“, so Welpelo, „Hier übernehmen Führungskräfte ohne verwandtschaftlichen Bezug zur Unternehmer-Familie die Firma und zahlen entweder einen Einmal-Betrag oder finanzieren das Ganze über eine Rente.“ Ein weiteres Modell ist das Management-Buy-In, bei dem eine betriebsfremde Person den Betrieb kauft oder vom Übergeber zur Geschäftsführung bestellt wird, ebenfalls mit dem Ziel der späteren kompletten Übernahme.
Auch wenn sich im Auditorium des Vortrages niemand fand, für den das Thema Nachfolge-Regelung aktuell wäre, stießen die Informationen doch auf reges Interesse und eine durchweg positive Resonanz. Dass die Solidargemeinschaft Druck als Interessenverband der grafischen Industrie vor den Mitgliedern eines anderen Verbandes referierte war keine Premiere. „Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung der Branche ist ein Know-How-Transfer, auch jenseits der Zugehörigkeit zu der einen oder anderen Gruppe, enorm wichtig“, erklärt SDI-Vorstand Oliver Schaeben. „Die Solidargemeinschaft Druck e.V. besetzt traditionell Nischen in der rechtswirtschaftlichen Betriebsführung der grafischen Industrie, die so speziell sind, dass es einer sehr zeit- und personalintensiven Auseinandersetzung bedarf. Dieses Wissen teilen wir gerne auch mit andere Verbänden oder Unternehmen, die deshalb nicht zwangsläufig Mitglied in unserer Vereinigung sein oder werden müssen.“

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ÜBER DEN FACHVERBAND FALTSCHACHTEL-INDUSTRIE E.V. (FFI)

    Der FFI – Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. – vertritt seit 1948 die Interessen von knapp 90 Unternehmen dieses Industriezweigs, der jährlich ca. 840.000 Tonnen Faltschachteln produziert, was einem Produktionswert von rund 1,9 Mrd. Euro entspricht. Die FFI Mitglieder repräsentieren dabei rund 75 % des Branchenumsatzes. Die Faltschachtelbranche beschäftigt ca. 9.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vielfältigen Berufsbildern. Branchenspezifische Berufe wie Verpackungsingenieur, Drucker, Packmitteltechnologe, Verpackungsentwickler oder Mediengestalter gehören ebenso dazu wie kaufmännische, technische und logistische Berufe. Traditionell zeigt sich die Industrie mit derzeit rund 700 Auszubildenden zukunftsorientiert und verantwortungsbewusst.

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